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Informationen zur Stadt Modra

Geschichte

Die Stadt Modra liegt an den südlichen Hängen der Kleinen Karpaten. Die ersten Spuren der Besiedlung reichen bis in das 3. Jahrtausend v. Ch. Als Beweis dauerhafter Besiedlung im 9. Jahrhundert dienen nicht nur gut erhaltene Schanzen der Burgstätte Zámaisko in Modra-Harmónia, sondern auch ein alter Friedhof im Nordosten der Stadt.

Die ersten schriftlichen Erwähnungen stammen aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Im Jahre 1361 wurde Modra zur Königlichen Stadt des Ungarischen Königs Ludovit I.
Im Jahre 1607 wurde die Ortschaft von Rudolph II zur Freien Königlichen Stadt erhoben und erhielt ihr eigenes Stadtwappen.
In den Jahren 1610 bis 1646 hat die Stadt die Stadtmauer mit drei Toren aufgebaut. Das einzig erhalten gebliebene Tor, das Obere Tor ("Horna Brana”), gehört zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Im 17. Jahrhundert zählte Modra zu den bedeutendsten Weinbauzentren Ungarns, wo sich auch rasch Forstwirtschaft, Zunftproduktion, Schulwesen und Kultur entwickelte. In der Stadt gibt es viele historische und kulturelle Sehenswürdigkeiten. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen die römisch-katholische Kirche des Hl. Königs Stefan mit dem Turm, das Rathaus, in dem sich jetzt das Museum von Ludovít Štúr befindet sowie die evangelischen Kirchen in der Dolná Straße. Im Zentrum kann man typisch Bürger- und Winzerhäuser bewundern.

Weinbau

"Gib mir noch ein bisschen von dem guten Modraer Wein!" Diese Worte hört man nicht nur in den Weinkellern der Stadt, sondern auch in anderen Orten der Slowakei und sogar im Ausland. An fruchtbaren Hängen der Kleinen Karpaten werden edle Weinsorten reif. Schon im 14. Jahrhundert war der Wein die wichtigste Einnahmequelle der Stadt. Fast jedes Winzer- und Bürgerhaus besaß einen Keller mit vielen Fässern edler Weinsorten. Die Tradition lebt weiter – wer ein Glas Weis- oder Rotwein kosten möchte, muss nur an einer Tür klopfen.
Alle zwei Jahre findet am dritten Septemberwochenende die Weinlese statt, alle feiern und genießen die Früchte der harten Arbeit in den Weinbergen. Die Liebhaber dieser würzigen Weine können an verschiedenen Veranstaltungen teilnehmen, sehr interessant sind Weinmärkte, die Ausstellung und Weinkostprobe VITIS AUREA, der Tag der offenen Keller oder auch der Segen des jungen Weines durch die Heilige Katarina.

Štúr's Modra

Im Bewusstsein der slowakischen Öffentlichkeit ist Modra jedoch am meisten mit dem Namen Ludovít Štúr verbunden – der bedeutenden Persönlichkeit der slowakischen Nationalgeschichte und Modifikator der slowakischen Sprache. Sein Bruder Karol wirkte in den Jahren 1846 bis 1858 als Rektor am ehemaligen evangelischen Gymnasium. Als er zum evangelischen Pfarrer gewählt wurde, wurde Ján Kalinčiak sein Nachfolger am Gymnasium. Nach dem vorzeiten Tod im Jahre 1851 kam sein Bruder Ludovít nach Modra, um für die Waisenkinder zu sorgen. Während seines Aufenthaltes widmete er sich auch der literarischen Arbeit. Am 12. Januar 1856 stirbt er an Folgen eines Jagdunfalls. Begraben liegt er auf dem Modraer Friedhof neben seinem Bruder Karol.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Stadt Modra


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